Young Bulls zahlen auch in Paderborn Lehrgeld

Nach der deutlichen Auftaktniederlage gegen Braunschweig wollten die charisma young bulls am vergangenen Sonntag bei den Paderborn Baskets den nächsten Schritt machen. Doch auch im zweiten Spiel der JBBL-Einteilungsrunde musste sich unsere Spielgemeinschaft deutlich geschlagen geben. Beim 65:106 in Paderborn machten vor allem 36 Ballverluste und eine zu passive Verteidigung den Unterschied.

Headcoach Torvoris Baker hatte sich vor der Partie durchaus Chancen ausgerechnet. Umso enttäuschter zeigte er sich anschließend vom Spiel. „Ich dachte wirklich, dass wir eine Chance haben, aber wir waren nicht bereit für dieses Spiel“, erklärte Baker. Bereits in den Anfangsminuten machten die Gastgeber deutlich, dass sie die Partie unbedingt für sich entscheiden wollten. Mit aggressiver Verteidigung und hohem Tempo setzten sie unsere Mannschaft früh unter Druck.

Das spiegelte sich auch im Spielstand wider: Nach dem ersten Viertel lagen wir mit 13:22 zurück. Im zweiten Abschnitt fanden die charisma young bulls offensiv etwas besser ins Spiel und erzielten 21 Punkte. Paderborn blieb jedoch überlegen und baute den Vorsprung bis zur Halbzeit auf 53:34 aus. Auch nach dem Seitenwechsel gelang es uns nicht, die Partie noch einmal enger zu gestalten. Mit 19:33 im dritten und 12:20 im Schlussviertel wuchs der Rückstand weiter an. Am Ende stand eine klare 65:106-Niederlage.

Besonders die hohe Zahl an Ballverlusten waren für Baker ein Problem: „36 Ballverluste – das sind genug Ballverluste für drei Spiele.“ Zu häufig ermöglichten wir den Gastgebern dadurch einfache Punkte im Schnellangriff. Gleichzeitig fehlte in der Verteidigung die nötige Abstimmung. Rotationen auf der Helpside kamen zu spät, und auch im Eins-gegen-eins verteidigten wir nicht konsequent genug. Hinzu kamen zahlreiche vergebene Korbleger, mit denen wir uns für gute Aktionen nicht belohnten.

Dass Paderborn seinen Anteil an der deutlichen Niederlage hatte, stellte Baker ausdrücklich klar. Die Gastgeber verteidigten aktiv, liefen konsequent nach vorne und nutzten ihre Vorteile im Umschaltspiel. Unsere Mannschaft zeigte zwar immer wieder gute Ansätze, konnte diese aber nicht über die gesamte Spielzeit aufrechterhalten. Für Baker ist genau das eine der wichtigsten Aufgaben: über 40 Minuten konzentriert bleiben und auch unter Druck bessere Entscheidungen treffen.

Trotz der schwierigen Situation gab es auch Lichtblicke. Leo Oude Engebrink überzeugte mit seiner Aktivität in der Verteidigung und seinen offensiven Qualitäten. Gemeinsam mit Bennet Glißmann, der ebenfalls 20 Punkte erzielte, war er bester Werfer unserer Mannschaft. Auch Jan, der laut Baker ein Double-Double verbuchte, setzte offensiv Akzente. Insgesamt reichten diese individuellen Leistungen jedoch nicht aus. „Wenn du keine Defense spielst, kannst du nicht gewinnen“, fasste der Headcoach die entscheidende Erkenntnis zusammen.

Viel Zeit zum Grübeln bleibt nicht. Am kommenden Sonntag wollen wir vor heimischem Publikum in Ibbenbüren eine Reaktion zeigen. Um 13:00 Uhr empfangen wir die Mannschaft aus Göttingen in der Halle Ost. Dafür müssen wir die Fehler der ersten beiden Spiele aufarbeiten, als Team defensiv stabiler auftreten und unsere Konzentration über die gesamte Partie hochhalten.

Foto: Martin König

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